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Tiffanykurs " Lampe "


Hallo Tiffany - Freunde,


wenn Sie bereits über einige Erfahrungen in der Tiffany - Technik verfügen und schon einige Fensterbilder angefertigt haben, werden Sie sicherlich irgendwann einmal eine Lampe bauen wollen. Im nun folgenden Tiffanykurs " Lampe“ will ich Ihnen die Herstellung einer mehrteiligen Tiffanylampe beschreiben. In der Tiffanybranche gibt es verschiedene Arten von Lampenformen, zum Teil sind es teure Vollformen aus Fiberglas ( wie etwa von der Fa. Odyssey ), die auch lötfest sind, meistens verwendet werden von Bastlern allerdings Lampenformen aus Styropor, die viel günstiger sind. Zum großen Teil handelt es sich dabei um Teilformen, d.h. Sie müssen das jeweilige Lampenteil mehrmals bauen, um eine komplette Tiffany - Lampe zu erhalten. Allerdings haben Teilformen einen nicht zu unterschätzenden Nachteil, man muss nämlich sehr genau arbeiten, damit die einzelnen Teile später auch genau zusammenpassen. Um Ihnen beim Bau einer solchen Lampe zu helfen und Ihnen Tipp`s und Kniffe aufzuzeigen, habe ich diesen Lampenkurs vorbereitet. Damit ich mich nicht ständig wiederhole, beschränke ich mich nur auf den Bau der Lampe ( die grundsätzliche Vorgehensweise bei der Tiffanytechnik habe ich Ihnen bereits im virtuellen Tiffanykurs " Fensterbild " ausführlich beschrieben ). Ein besonderer Dank gilt auch in diesem Kapitel wieder Opa Aloys und Schwager Andreas für Ihre tatkräftige Unterstützung. Selbstverständlich gibt es „viele Wege, die nach Rom führen“ und für die aufgezeigten Beispiele und Ratschläge gibt es vielleicht auch andere Lösungen. Ich habe mit den folgenden Techniken gute Erfahrungen gemacht und gebe diese daher auch so an Sie weiter. Als Kurslampe habe ich eine Bambus - Lampe mit 40cm Durchmesser ausgewählt. Die fertige Lampe sieht mit den von mir gewählten Farben, als Deckenlampe, folgendermaßen aus


Natürlich kann man den Lampenschirm auch zum Bau einer Tischlampe verwenden. Falls Sie eine ähnliche Lampe bauen möchten wünsche ich Ihnen viel Erfolg beim Basteln. Die jeweils hellgrauen Textpassagen sind Links zu den im Kurs beschriebenen Artikeln.


Nachfolgend der Tiffanykurs " Lampe "

Tiffany-Lampenformen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Die nicht mehr lieferbaren CHT - Lampenformen waren aus Styropor, ich möchte Ihnen Anhand einer solchen Lampenform den Bau eines Lampenschirms mit Teilformen erklären.

Zunächst müssen Sie die beiden Styroporteile mit einem lösungsmittelfreien Bastelkleber an der teilübergreifenden Seite zusammenkleben

Verwenden Sie auf keinen Fall lösungsmittelhaltigen Bastelkleber,

da Sie sonst die Styroporteile an den Klebestellen zerstören würden ( die Lösungsmittel lösen das Styropor auf ).

Fixieren Sie die Teile zusätzlich mit handelsüblichem Krepp - Abklebeband,

wie man es bei Tapezier - oder Malerarbeiten zum Abkleben verwendet.

Wenn die Linien auf der Form nur schlecht zu erkennen sind oder Teilnummern gänzlich fehlen,

müssen Sie diese mit einem schwarzen Folienschreiber anhand des Schnittmusters nachziehen bzw. ergänzen.

Nachdem Sie alle Teile angezeichnet haben, verpflastern Sie die gesamte Vorderseite der Form mit dem Krepp - Abklebeband, um sie einigermaßen lötfest zu machen.

Wenn die Teilnummern nach dieser Prozedur nur noch schlecht zu erkennen sind, zeichnen Sie diese nochmals mit dem Folienschreiber nach.

Schneiden Sie nun die Begrenzungspappen aus

und kleben diese mit dem lösungsmittelfreien Bastelkleber

beiderseits an die Form an.

Nun ist die Lampenform fast fertig vorbereitet. Damit die Glasteile beim späteren Anpassen auf der Form nicht herunterfallen benötigen Sie Haftwachs. Schneiden sie ein Stück des Wachses mit einem Messer ab und schmelzen es in einer alten hitzebeständigen Schale auf.

Damit die Glasteile beim späteren Anpassen auf der Form nicht herunterfallen benötigen Sie Haftwachs. Schneiden sie ein Stück des Tacky Wachs mit einem Messer ab und schmelzen es in einer alten hitzebeständigen Schale auf ( Elektroherd oder Warmhalteplatte ). Nicht zu heiß machen sonst spritzt es.

Mit einem alten Pinsel tragen Sie nun das flüssige Wachs gleichmäßig auf die Lampenform auf. Nun ist die Lampenform fertig vorbereitet und Sie können die Einzelteile der Lampe darauf herstellen.

Wie im Fensterbild-Tiffanykurs beschrieben können Sie nun die einzelnen Glasteile der Lampe anfertigen. Da die Form nun einigermaßen lötfest ist, können Sie die einzelnen Glasteile durch anheften miteinander verbinden.

Um beim späteren Zusammenbauen der Lampe keine Probleme zu bekommen, müssen die Einzelteile möglichst exakt gleich groß sein. Dies erreichen Sie, indem Sie zum Einen die außen liegenden Glasteile exakt an die äußere Pappbegrenzung heranbauen

und darüber hinaus, die Höhe der Einzelteile durch Stecknadeln festlegen. Um für den späteren Zusammenbau der Einzelteile eine gewisse Flexibilität zu erhalten, dürfen Sie diese auf keinen Fall fertig löten, nur abheften.

Wenn alle Glasteile fertig sind, können sie mit dem Zusammenbauen beginnen. Besorgen Sie sich einen Helfer,

der Ihnen die Glasteile aneinander hält und heften Sie diese von unten nach oben ab. Beginnen Sie auf jeden Fall unten,

denn wenn die Einzelteile wiedererwartend nicht gleich groß sein sollten, zeigt sich die Ungenauigkeit erst oben,

und oben kommt ja später noch die Lampenkappe drauf, und man sieht die Ungenauigkeit dann nicht.

Dadurch, daß die Einzelteile der Lampe nur abgeheftet waren, sind diese noch ein wenig biegbar, das erleichtert das Zusammenbauen ungemein.

Um die Stabilität zu erhöhen gibt es bei den meisten Lampen teilübergreifende Glasteile,

die erst nachdem die Teile zusammengebaut sind, eingearbeitet werden können.

Bevor die Lampenkappe aufgelötet werden kann, müssen Sie erst den später von der Lampenkappe verdeckten außenliegenden Teil der Lampe verlöten. Am besten flach löten, dann liegt die Lampenkappe später besser auf.

Da die Lampenkappe aus Messing ist müssen Sie diese, bevor Sie sie verlöten und später patinieren können, erst auf beiden Seiten hauchdünn verzinnen.

Damit dies gut gelingt und das Zinn gut verläuft sollten Sie zwischendurch immer wieder Lötwasser auftragen. Bei dieser Prozedur sollten Sie Handschuhe tragen um Verbrennungen vorzubeugen.

Als Hilfsmittel können Sie einen Schraubendreher benutzen, den Sie durch das mittlere Loch durchstecken, damit können Sie die Kappe drehen.

Wenn die Lampenkappe beiderseits verzinnt ist

setzen Sie diese mittig auf die Lampe auf,

heften sie ab und verlöten sie ringsum.

Erst jetzt hat die Lampe im oberen Bereich eine gewisse Stabilität.

Bei größeren Lampendurchmessern treten nun im unteren Bereich der Lampe erhebliche Spannungen auf, die dazu führen können, dass sich die Kupferfolie an einigen Glasteilen ablöst.

Um diesem Prozess entgegenzuwirken, löten Sie auf den unteren Rand der Lampe einfach ringsum einen Verstärkungsdraht auf.

Auch Glasteile, bei denen sich die Kupferfolie bereits abgelöst hat, können auf diese Weise wieder in die ursprüngliche Position zurückgebracht werden ( Schirm zusammendrücken und nächste Stelle anlöten ).

Nachdem Sie auf diese Weise auch den unteren Teil der Lampe stabilisiert haben, können Sie mit dem Verlöten der Lampe beginnen. Um die zu lötenden Stellen immer in eine waagerechte Position zu bringen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Entweder Sie fragen jemanden, der Ihnen die Lampe immer in der richtigen Position hält, oder Sie benutzen irgendwelche Gegenstände, um die Lampe immer in die beste Lötposition zu bringen, auf unseren Fotos haben wir einen Lötständer verwendet.

Hier noch ein letzter Tipp, da Lampen in der Regel nur von außen betrachtet werden, kann man diese von innen einfach flach löten, das spart einerseits Lötzinn und geht darüber hinaus auch erheblich schneller.